Schlagwort: England

Résumé 2017

Und schon wieder ein Jahr vorrüber – geht es euch Silvester auch immer so? Irgendwie hat man das Gefühl, das Jahr ist an einem vorbegeflogen. Doch dieses Jahr war tatsächlich etwas anders. Meistens ist man gar nicht so böse drum, dass das Jahr scheinbar schnell […]

Playlist of my life

Kennt ihr dieses Gefühl, ihr hört ein Lied und es löst sofort gute Laune bei euch aus? Andere machen euch eher traurig? Ich finde es manchmal faszinierend, was für Emotionen Musik bei uns auslösen kann, weil wir sie mit bestimmten Momenten verbinden. Momentan zählen zu […]

7 Minuten bis zum Chukka

Nachdem mein Blog leider etwas zum Stillstand gekommen ist, kommt jetzt endlich ein Update, was in den letzten Wochen passiert ist.

Im Anschluss an meinen Aufenthalt in Berlin im März, ging es mehr oder weniger direkt danach nach England. Über unseren Unimailverteiler hatte ich einen Job als Pferdepfleger für einen Polospieler gefunden. Mir war klar, dass es ein anstrengender Job sein wird. Ich konnte mir jedoch kaum etwas besseres vorstellen, als den ganzen Tag mit Pferden an der frischen Luft zu arbeiten.

Bei der Ankunft hatte ich nur eine grobe Vorstellung, wie der Job und das ganzen Drumherum z.B. Wohnsituation etc. aussehen wird.

Als erstes stellte sich heraus, dass ich mit meinen zwei Arbeitskolleginnen zusammen wohne. Somit war ich kaum angekommen, trotz Müdigkeit und frühem Arbeitsbeginn am nächsten Tag, schon auf den Weg in den nächsten Pub. Dies bot mir die Gelegenheit, meine Mitbewohnerin kennenzulernen und eine etwas genauere Vorstellung von dem zu erlangen, was mich am nächsten Tag erwartet.

Am nächsten morgen hieß es 8:00 Uhr Arbeitsbeginn. In den folgenden Tagen und Wochen versuchte ich zunächst die Arbeitsabläufe nachzuvollziehen. Außerdem musste ich mir erst einmal einige neue Sachen, die sich vom Dressursport unterscheiden (z.B. das Bandagieren und Satteln), aneignen. In der Freizeit stellte die Sprache kaum ein Problem dar, doch auf der Arbeit bereitete dies zunächst ein paar Schwierigkeiten, da ich die ganzen Fachbegriffe nicht kannte.

Tagesablauf

Ein normaler Arbeitstag sah dann ungefähr folgendermaßen aus:

8:00 Uhr – Arbeitsbeginn

bis 9:00 – Heu- und Kraftfutter füttern, Pferde rein holen

9:00 – 12:00 Uhr – Training: Die Ponys, die am selben oder am Vortag zum Polospiel fahren/ gefahren sind, kommen in die Führmaschine. Alle anderen werden im Set trainiert, d.h. man reitet ein Pferd und führt zwei andere am Strick mit. Die Trainingseinheit dauert 45 min, wobei man anfangs, in der Mitte und am Ende 5 min Schritt reitet und dazwischen zwei mal 15 min Galopp/ Trab. Die jungen Pferde oder einige, die noch etwas speziellen Trainingsbedarf zur Vorbereitung für das nächste Polospiel haben, werden vom Chef persönlich im single Training also alleine geritten.

 12:00 – 13:00 Pferde raus bringen, Boxen misten, Stall fegen

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 16:45 Paddocks abäppeln, Sattelzeug putzen, Single Trainings

16:45 – 17:30 Füttern  

                                                                                                                                

 

 

Polospiel – Chukka

Wenn die Saison richtig läuft, sehen jedoch nur wenige Tage so aus, da meist ca. 4 Tage die Woche Polospiele bzw. -trainings sind. Dann muss der Hänger gepackt, alle Pferde ordentlich geputzt und verladen werden.
Die Spiele sind meist in der Umgebung von einer Stunde Entfernung. Vor Ort versucht man möglichst viel vor dem Spiel vorzubereiten, da während des Spiels alles ganz schnell geht. Heißt, möglichst vorher bandagieren, Stollen reinmachen und die Schweife flechten.
Ein Spiel besteht aus 4 sogenannten Chukkas à 7 min. Jedes Chukka wird mit einem oder manchmal sogar 2 anderen Pferden gespielt. D.h. zum Absatteln des einen Pferdes und Aufsatteln des nächsten hat man höchstens 7 min Zeit. Wenn alle Handgriffe sitzen ist es zwar stressig aber machbar. Durch den Flair des Spiels sowie durch den kleinen Adrenalinkick ist es aber nicht nur stressig, sondern macht auch Spaß.

Insgesamt hat sich bestätigt, dass es total schön ist den ganzen Tag umgeben von Pferden draußen zu sein. Neben den letzten Jahren des Studiums, war die körperliche Arbeit auch mal eine schöne Abwechslung.
Das spezielle an den Poloponys ist, dass sie unglaublich gelassen sind. Außerdem sind sie fein geritten und sehr lauffreudig. Das hat mich wirklich beeindruckt und bereitet unglaublich viel Freude.